Wie bist du damals auf yoummday aufmerksam geworden und was hat dich dazu bewegt, es auszuprobieren?
Das war während der Corona-Zeit. Auf der Baustelle ging plötzlich vieles nicht mehr, wir durften nicht mehr zu Kunden fahren, und ich musste mir überlegen, wie es weitergeht.
Ich habe dann gezielt nach einer Möglichkeit gesucht, von zuhause aus zu arbeiten. Über Google bin ich irgendwann auf yoummday gestoßen.
Ich hatte vorher null Erfahrung im Callcenter-Bereich. Aber ich bin eher ein offener Mensch und habe mir gedacht: Mehr als schiefgehen kann es nicht. Ich probiere das einfach aus.
Wie hast du deinen Einstieg als Talent bei yoummday erlebt?
Ich bin einfach gestartet, ohne große Erwartungen.
Am Anfang war ich in einem Sales-Projekt, aber das hat für mich nicht wirklich gepasst. Nach ungefähr einer Woche habe ich gesagt: Das ist nicht mein Ding.
Danach bin ich in ein technisches Projekt gewechselt und da bin ich deutlich besser reingekommen. Ich komme aus dem Handwerk und bin technisch ziemlich affin, das hat gut funktioniert.
Und nach etwa einem Monat war ich richtig drin!
Wie hat sich dein Leben durch die Arbeit als Talent im Homeoffice verändert?
Der größte Unterschied ist ganz klar die Zeit.
Ich habe viel mehr davon, weil die ganzen Anfahrten wegfallen und der komplette Baustellen- und Büroaufwand nicht mehr existiert.
Ich arbeite dadurch nicht unbedingt mehr Stunden, aber ich arbeite viel intensiver und strukturierter.
Wie hat sich dein Weg vom Talent zum Talent Team Lead entwickelt und wie sieht deine Rolle heute aus?
Ich bin generell jemand, der sich sehr stark engagiert, wenn ich etwas mache. Ich mache Dinge nicht halb, sondern richtig. Deshalb habe ich auch als Talent schnell angefangen, andere zu unterstützen, bei Schulungen mitzuhelfen und im Hintergrund Dinge mit voranzubringen.
Irgendwann sind meine Operations Manager auf mich zugekommen und haben mich gefragt, ob ich mir vorstellen kann, TTL zu werden. Und dann hat sich das Schritt für Schritt entwickelt.
Heute starte ich meistens früh am Morgen, so gegen 7 Uhr. Dann schaue ich mir die KPIs vom Vortag an und mache alle wichtigen Auswertungen sowie organisatorischen Aufgaben. Mir ist wichtig, dass das alles erledigt ist, bevor die Talents starten, damit ich später wirklich für sie da sein kann.
Im Tagesgeschäft geht es dann viel um Support, Abstimmung und darum, dass im Team alles rund läuft. Ich würde nicht sagen, dass ich grundsätzlich viel mehr arbeite als vorher, aber es ist deutlich intensiver geworden.
Was mich dabei am meisten motiviert, ist ganz klar mein Team. Wir haben ein wirklich starkes TTL-Team. Egal wie der Tag läuft, wir unterstützen uns gegenseitig und keiner wird alleine gelassen. Wenn jemand ein Problem hat, springt sofort jemand ein – dieses Gefühl von Zusammenhalt ist extrem stark.
Die direkte Arbeit als Talent fehlt mir nur noch bedingt. Ich mache noch ein bisschen Helpline nebenbei, damit ich nicht komplett raus bin, aber das reicht mir auch völlig.
Was macht yoummday für dich persönlich besonders?
Ich stehe wirklich hinter yoummday.
Besonders beeindruckt hat mich, wie mit mir in einer schwierigen persönlichen Situation umgegangen wurde. Bei mir ist damals mein Haus abgebrannt und ich stand von heute auf morgen vor einer Situation, in der ich praktisch alles neu organisieren musste. Das ist nicht nur organisatorisch schwierig, sondern auch emotional eine enorme Belastung.
In genau dieser Phase habe ich erlebt, dass ich nicht einfach nur irgendeine Nummer oder ein Freelancer bin, sondern dass wirklich Menschen hinter einem stehen. Mein Vorgesetzter und auch das gesamte Umfeld haben sofort reagiert, Unterstützung angeboten und mir auch ganz konkret geholfen, Dinge zu überbrücken und flexibel zu bleiben.
Was für mich besonders hängen geblieben ist: Es ging nie nur um Arbeit oder Verfügbarkeit, sondern wirklich darum, dass ich die Situation überhaupt erstmal bewältigen kann. Diese Flexibilität hat mir in dieser Zeit extrem geholfen, weil ich mich nicht zusätzlich noch um starre Arbeitsbedingungen kümmern musste.
Auch generell habe ich über die gesamte Zeit hinweg nur positive Erfahrungen mit der Flexibilität gemacht. Es wird wirklich geschaut, dass Arbeit und persönliche Situation zusammen funktionieren können, solange die Ergebnisse stimmen.
Das hat für mich sehr viel Vertrauen geschaffen. Und genau dieses Vertrauen ist auch der Grund, warum ich sagen kann: Ich stehe wirklich hinter dem, was hier gemacht wird.
Was würdest du neuen Talents mit auf den Weg geben?
Das Wichtigste ist für mich definitiv Selbstreflexion.
Man muss in der Lage sein, sich selbst gut einzuschätzen: Wo stehe ich gerade, was brauche ich und wo muss ich vielleicht auch an mir arbeiten. Gerade im Homeoffice fällt viel von dem weg, was man sonst automatisch durch ein Büro-Umfeld mitbekommt. Deshalb ist es umso wichtiger, dass man selbst ehrlich mit sich ist.
Dazu kommt für mich ganz klar Kommunikation. Wenn etwas nicht funktioniert oder man irgendwo hängt, muss man das auch ansprechen können. Es bringt nichts, Dinge einfach mit sich selbst auszumachen und zu hoffen, dass sie sich von allein lösen.
Und was man wirklich nicht unterschätzen darf: Eigenmotivation und Disziplin.
Homeoffice klingt am Anfang oft sehr frei und entspannt, aber genau diese Freiheit funktioniert nur, wenn man sich selbst auch wirklich gut steuern kann. Man muss sich selbst in die Situation bringen, so zu arbeiten, als wäre man im Büro: mit klaren Zeiten, klarer Struktur und dem Bewusstsein, dass es eben trotzdem Arbeit ist.
Was ich auch gelernt habe: Es geht nicht nur darum, Aufgaben zu erledigen, wenn sie einem gesagt werden, sondern auch darum, Dinge selbst zu erkennen. Wer nur wartet, bis jemand sagt, was zu tun ist, wird es langfristig schwer haben. Die Leute, die hier wirklich gut reinkommen, sind die, die mitdenken, Verantwortung übernehmen und sich selbst einbringen.
Das ist für mich eigentlich der wichtigste Punkt: dranbleiben, ehrlich zu sich selbst sein und aktiv gestalten, statt nur zu reagieren.
Vielen Dank, lieber Peter, dass du uns so ehrliche Einblicke in deinen Alltag bei yoummday gegeben hast. Wir freuen uns sehr, dass du Teil der Community bist, und wünschen dir weiterhin viel Erfolg, Spaß und viele spannende Gespräche im Projektalltag.